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DrawDowns

Automatic Trading

Automatische Handelssysteme sind seit vielen Jahren ein Thema in Fachpublikationen und Büchern und dort auch in der Kritik als Geldvernichter und Betrugsobjekte. Mit der Verbreitung des Internet bis zur inzwischen normalen Dauervernetzung und die immer stärkere Technisierung des Wertpapierhandels, haben auch automatisch handelnde Computerprogramme Einzug in Handelsabteilungen und Büros von Händlern und sogenannten Kleinanlegern gehalten.

Darstellung in der Öffentlichkeit

In vielen Veröffentlichungen über Handelssysteme wird ein falsches Bild über deren Erfolgsaussichten, den nötigen Entwicklungsprozess und die psychologischen Hürden vermittelt. Das Thema wird häufig auf die Präsentation von einfachen Handelsregeln, bevorzugt mit einem bekannten Indikator und auf kurze Chart-Ausschnitte reduziert. Dabei wird der Eindruck vermittelt, dass es einfach ist ein Handelssystem zu entwickeln oder das es noch einfacher ist, ein Handelssystem vom Broker, passend zu dessen Plattform zu verwenden.

Die Realität sieht anders aus!

Handelssysteme sind keine Gelddruckmaschinen. Selbst der beste und erfahrenste Entwickler, kann über eine Wahrscheinlichkeitsprognose hinaus keine seriöse Aussage über die genauen Gewinnaussichten seiner Systeme treffen. Gestützt auf Erfahrungswerte aus der Vergangenheit unter Berücksichtigung von wiederkehrenden Marktszenarien, kann zwar von einer robusten Gewinnentwicklung gesprochen werden. Aber diese Entwicklung verläuft nicht linear, sondern ist durch negative Phasen von unbestimmter Länge unterbrochen. Diese Draw Down Situationen gilt es zu handhaben und diese sind es auch, die eine psychologische Komponente in den Systemhandel einbringen. Damit widerspricht die tatsächliche Handelserfahrung mit automatisierten Systemen, den allzu blumigen Vorstellungen vom emotionslosen Handel, die auch und besonders von Broker Häusern im CFD und Währungsmarkt gefördert werden.

Eine realistische, umfassende Betrachtung

Die Entwicklung eines Handelssystems beschränkt sich eben nicht auf die Formulierung einfacher Regeln für die Einstiegssignale. Besonderes Augenmerk muss auf das Handling der eingegangenen Positionen gelegt werden. Wann werden Verluste durch einen Ausstieg begrenzt, wann werden Positionen vergrößert oder verkleinert und wann geschlossen um Gewinne zu realisieren? Wie groß ist die Position, die eingegangen wird? Wie wird der Stop Loss Kurs bestimmt? Soll dieser während der Positionslebensdauer verändert werden? Mit welchen Daten wird entwickelt und getestet? Welche Zeiträume müssen für aussagekräftige Backtests berücksichtigt werden? Welche Kosten, Slippage und sonstige "Reibungsverluste" muss man für realistische Backtests berücksichtigen? Alles zusammen genommen, ist die Entwicklung eines Handelssystems ein Fulltime Job.

Technische Anforderungen

 Die technischen Anforderungen decken die Datenversorgung, die Datenverbindung zum Broker und die Informationsweiterleitung ab. Außerdem sollte über eine sichere Stromversorgung und einen parallelen Account für die Handelssystemsoftware nachgedacht werden.

Datenversorgung

Das wohl wichtigste Thema ist die Sicherstellung einer stabilen und unterbrechungsfreien Datenversorgung. Diese wird in der Regel über einen integrierten Datenlieferanten realisiert. Damit die Verbindung zum Datenanbieter ohne Unterbrechungen und einer Standleitung gleich, funktioniert, muss auch die Internetverbindung des PCs unterbrechungsfrei funktionieren. Eine stabile Kabelverbindung zwischen PC und Modem ist auf jeden Fall einer W-Lan Verbindung vorzuziehen. Hohe Bandbreite sorgt für eine reibungslose Nutzung, auch wenn andere Konsumenten im gleichen Netzwerk aktiv sind. Internet Anbieter, die tägliche Resets ausführen, scheiden aus. 

Entwicklung und Produktion trennen

Es gibt zahlreiche Gründe, für den Handel des Systems auf eine eigene unabhängige Instanz der Handelssystem Software zu setzen. Auch wenn damit höhere Kosten verbunden sind. Bei eigenen Entwicklungen sollte vermieden werden, das ein produktiv eingesetztes System mit Quellcode auf dem gleichen Plattform gehandelt wird, auf der auch entwickelt wird. Zu groß ist die Gefahr von Quellcode Konflikten. Außerdem sorgt die Nutzung der Software auf der Plattform für zwar nur sehr kurze aber doch problematische Unterbrechungen im Programmverlauf oder der Datenversorgung, denen das Produktivsystem dann ausgesetzt ist. Optimal ist ein zweiter PC oder ein unabhängiger Server, auf dem eine unabhängige Instanz der Handelsplattform und des Handelssystems betrieben werden können.

Ertragsentwicklung

Die Performance Entwicklung eines Handelssystems verläuft nicht linear und auch nicht regelmäßig. Viele Systeme sind auf Grund ihrer Konzeption und der eingesetzten Regeln für Markteintritt, Positions- und Risiko Handling abhängig von wiederkehrenden Marktszenarien.

Unreglmäßige Ertragsentwicklung

Die Ertragsentwicklung eines Handelssystems hängt vom Eintreffen der in den Handelsregeln vorgesehenen Marktsituationen und einem nach dem Markteintritt günstigen und handhabbaren Verlauf ab. Hoher Zeitaufwand, Know How und Sorgfalt bei der Analyse und Entwicklung des Systems können allerdings nicht verhindern, das sich der gehandelte Markt anders als für die Markteintritte nötig oder sehr ungünstig nach einem Markteintritt verhält. Zahlreiche Faktoren beeinflussen die Qualität der Einstiege und die Effektivität der anschließend aktiven Regeln zum Positionshandling. Starke Trends und hohe Volatilität sind primär positive Faktoren für die Performance eines Handelssystems. Aber auch in solchen vermeintlich günstige Marktumgebungen, können Fehltrades auftreten und sich zu größeren Draw Downs summieren.

Einzelsystem versus Systemportfolio

Die Entwicklung des Ertrags eines Handelssystems verläuft deshalb nicht linear und ist immer unterbrochen von kleineren oder größeren Draw Down Phasen, die eine hohe psychologische Belastung mit sich bringen können. Erfolgreiche Handelssysteme werden deshalb nicht auf Grund von mehrmonatigen Erfahrungen bewertet, sondern müssen über längere Zeit, bis hin zu mehreren Jahren an Hand echter Trading Ergebnisse bewertet werden. Aus diesem Grund ist es auch schwierig, die persönliche finanzielle Grundversorgung ausschließlich auf den Ertrag eines einzigen Handelssystems zu stützen. Diese Pläne können schnell scheitern und bringen außerdem einen enormen psychologischen Druck mit sich. Der Aufbau eines Portfolios aus Systemen auf wenig korrelierten Märkten sollte deshalb ein langfristiges Ziel sein um die Performance zu glätten und Draw Down Spitzen zu entschärfen und dadurch auch die Erträge zu stabilisieren.

Draw Down

Der Draw Down ist nichts anderes als eine Verlustphase beim Handel eines Systems. Die zeitliche Ausdehnung und auch die finanzielle Ausmaße können an Hand von Erfahrungswerten und unter Berücksichtigung langfristiger Backtest Ergebnisse abgeschätzt, aber nicht präzise vorhergesagt werden. Draw Down Pasen gehören zu jedem Handelssystem und häufig folgen in der zukünftigen Entwicklung eines Systems Draw Down Phasen von stärkerer Ausprägung, als erwartet. Umso mehr Beachtung liegt auf einer effektiven und besonnenen Handhabung dieser Situationen.

Draw Down = schlechtes Handelssystem?

Draw Down Situationen können nicht verhindert werden. Sie gehören zwangsläufig zu den Erfahrungen des Wertpapierhandels und somit auch zum Handel von Handelssystemen. Beim Systemhandel könnte man sogar sagen, das der Draw Down hier stärker belastet, weil der Händler den Aktionen des Handelssystems "ausgeliefert" ist. Das Eingreifen in den Handel, durch frühzeitiges Schließen von Positionen oder selektives Deaktivieren des Handels nach kurzfristigen eher unbedeutenden Verlusten verschlimmert Draw Down Situationen allerdings, was die Erfahrung zeigt. Dies ist keine brauchbare Strategie, um Draw Downs zu handhaben und zu überstehen.

Draw Down Stoppen!

Der wichtigste Punkt beim Handel ist die Frage, wann wird ein Draw Down gefährlich, bzw. wann entwickelt sich ein Draw Down anders, als nach der historischen Erfahrung zu erwarten war. Ganz im Vordergrund muss die Entscheidung stehen in einem Draw Down rechtzeitig den Handel zu pausieren, denn es gibt keine Garantie, das dieser Draw Down an einem historisch belegten Maximalwert stoppt und der Recover Prozess beginnt. In sehr seltenen Fällen könnte ein totales Systemversagen einsetzen, das von einem immer stärker anwachsenden Draw Down über sehr lange Zeiträume begleitet wird. Wann genau pausiert werden sollte, kann weder automatisch, noch mathematisch exakt bestimmt werden. Die Entscheidung hängt von verschiedenen Faktoren ab. ausgenommen wären große Systemportfolios, mit einer globalen Kapitalverteilung und einem zentralen Money Management, wo eine automatische Handhabung dieser Problematik möglich wäre.

Sind andere Systeme zur Zeit aktiv und profitabel? Wie viel Kapital steht zur Verfügung und wie weit ist das Konto von Point of No Return entfernt, welcher vom geringsten nötigen

Kapitalbedarf für den Handel des Systems bestimmt wird. Wie hoch ist der durchschnittliche Draw Down in der verfügbaren Handels- und Backtest Historie?

Stop und Wiedereinstieg aus charttechnischer Sicht

Das Risiko-averse Szenario wäre ein relativ früher Ausstieg aus dem Handel, bei ca. 75% des durchschnittlichen Draw Down. Der Wiedereinstieg in den Handel erfolgt dann, nach einer zeitlichen Stabilisierung, was allerdings meistens auch ein Verpassen von mehreren profitablen Trades beinhaltet. Diese Strategie ist auf einer charttechnischen Betrachtung des Performance-Verlaufs des Systems begründet und baut auf einen Trendwechsel in diesem Verlauf.

Stop und Wiedereinstieg aus statistischer Sicht

Die riskantere, statistisch aber ebenso begründbare Strategie, ist das Pausieren des Handels bei ca. 75% des durchschnittlichen Draw Downs, zur Verlustbegrenzung. Der Wiedereinstieg in den Handel erfolgt beim Erreichen oder Unterschreiten des maximalen Draw Downs. Die Begründung ist hier eine statistische, nämlich das der Draw Down in der Vergangenheit im Durchschnitt nie größer geworden und anschließend in die Recover Phase übergegangen ist. Bei dieser Strategie besteht allerdings die Gefahr ins fallende Messer zu greifen und einen sich fortsetzenden Draw Down zu handeln. Diese Strategie ist im Verbund mehrerer Systeme besser aufgehoben, als wenn nur ein System zur Verfügung steht.

System Portfolios

System Portfolios werden genutzt um die Entwicklung des Depots zu glätten. Das Verteilen des verfügbaren Kapitals auf mehrere Handelssysteme bringt eine Glättung des Ertragsverlaufs mit sich. Das Ziel ist vordergründig den Draw Down zu mindern bzw, die Schärfe von Draw Down Phasen zu reduzieren. Das dabei auch Spitzen im positiven verlauf abgeschwächt werden ist ein unvermeidbarer Nebeneffekt.

Glättungseffekt auf die Depotentwicklung

System Portfolios werden genutzt um die Entwicklung des Depots zu glätten. Das Verteilen des verfügbaren Kapitals auf mehrere Handelssysteme bringt eine Glättung des Ertragsverlaufs mit sich. Das Ziel ist vordergründig den Draw Down zu mindern bzw, die Schärfe von Draw Down Phasen zu reduzieren. Das dabei auch Spitzen im positiven verlauf abgeschwächt werden ist ein unvermeidbarer Nebeneffekt.

Aufbau und Zusammensetzung eines Systemportfolios

Der Aufbau eines Portfolios aus Handelssystemen ist in erster Linie begrenzt durch das verfügbare Kapital. Allerdings reduziert sich der Kapitalbedarf im Verhältnis zur Systemanzahl etwas, da durch die Milderung bzw. Abschwächung der Draw Down Phasen ein geringerer Puffer vorgehalten werden muss. Portfolios können aus Systemen auf dem gleichen Basis Wert, bevorzugt aber aus Systemen auf unterschiedlichen Basiswerten gebildet werden. Besonders günstig wirkt sich die Kombination aus Intraday Systemen mit konkretem End of Day Exit und Systemen mit länger laufenden Positionen aus. Hier wirken die unterschiedlichen Positionslaufzeiten besonders beruhigend auf den Gesamtverlauf des Ertrags.

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